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Die Bedeutung von Lärmschutzzonen

Die Interpretation von Lärmschutz durch den Gesetzgeber bedeutet nichts anderes, als daß die Erzeugung gewisser Arten von Lärm gesetzlich geschützt ist, und daß der Gesetzgeber den Erzeugern dieses Lärms einen Freibrief ausstellt, Lärm OHNE OBERGRENZEN zu produzieren. Natürlich gibt es Gesetze und Regelwerke, die z.B. für Wohngebiete klare Obergrenzen für einwirkenden Lärm festschreiben, aber die Luftverkehrswirtschaft genießt hier absolute Freiheit (über und unter den Wolken). Mit einigen kleinen Einschränkungen, wie sie im Fluglärmschutzgesetz fixiert sind.

Ausgehend vom prognostizierten Flugaufkommen werden die zu erwartenden Werte für Dauerschall und Maximalpegel (Mittelung über die 180 verkehrsreichsten Tage) berechnet. Die Flächen, auf denen bestimmte Werte überschritten werden, werden dann als sogenannte Lärmschutzzonen ausgewiesen.

Dabei werden folgende Abkürzungen bzw. Begriffe verwendet:

Dauerschallpegel außen: LAeq (energieäquivalent, A-bewertet)

Maximalpegel außen: LAmax          (A-bewertet)

Für neue oder wesentlich baulich erweiterte Flughäfen gelten nun folgende Grernzwerte:

Tag-Schutzzone 1: LAeq Tag = 60 dB(A)

Tag-Schutzzone 2: LAeq Tag = 55 dB(A)

Nacht-Schutzzone:

LAeq Nacht = 53 dB(A) und LAmax 6 x 57 dB(A)      (bis 31. 12. 2010)

LAeq Nacht = 50 dB(A) und LAmax 6 x 53 dB(A)      (ab 1. 1. 2011)

 

Die jeweilige Landesregierung muß derartige Schutzzonen bis Ende des Jahres 2009 festlegen; ohne Festlegung derartiger Schutzzonen bestehen keinerlei Ansprüche der Lärmbetroffenen!

 

Welche Wirkungen entfalten nun derartige Schutzzonen?

1. Es werden Bauverbote ausgesprochen (z.B. keine Wohnungen in Tagschutzzone 1 und Nachtschutzzone).

2. Es werden Entschädigung für Beeinträchtigungen im Außenwohnbereich gezahlt (Tagschutzzone 1).

3. Es werden Entschädigung bei Bauverboten gezahlt.

4. Es entstehen Ansprüche auf Erstattung der Kosten für passive Lärmschutzmaßnahmen (Tagschutzzone 1 und Nachtschutzzone). Derartige Erstattungen sind jedoch in ihrer Höhe gedeckelt; pro m2 Wohnfläche werden maximal 150 Euro gezahlt.

5. Die Entstehung von Ansprüchen startet jedoch mit Verzögerung: Sofortige Ansprüche sind nur gegeben, wenn die Werte für Schutzzonen um 5 dB(A) überschritten sind ! Werden geringere Überschreitungen bestimmt, dann entstehen die Ansprüche erst zu Beginn des 6. Jahres nach Festlegung der Schutzzone !!!

 

Weitere Informationen finden Sie im Fluglärmschutzgesetz sowie auf den Seiten der Bundesvereinigung gegen Fluglärm.

 

 

 

 

 

 



 

Schutzgemeinschaft gegen
Fluglärm Lübeck e.V.

Am Torfmoor 27
23627 Groß Grönau

Tel. (0451) 503085

 
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